
Arbeitsstand und Diskussion
SING TO ME ist eine Stückentwicklung über die Gegenwart des Musikhörens und -produzierens und der zunehmenden Einsamkeit. Im Mittelpunkt steht die Musikerin amina, die in und aus ihrem Bühnenbildjugendzimmer heraus versucht, einen Song zu schreiben und für ein Publikum zu perfromen. Der Kampf um echte Verbindung und Interaktion steht stellvertretend für eine geteilte Erfahrung unserer Gegenwart: Wir sind alleine, wir werden aktiv vereinzelt, und unsere Sehnsucht nach Gemeinschaft wird ausgebeutet, indem uns unbefriedigende Simulationen von Gemeinschaft verkauft werden.
Basierend auf der Recherche "Mood Machine" von Liz Pelly setzen wir uns mit der Macht und Funktion von Spotify und der Einsamkeitskrise der Gegenwart auseinander. Im Oktober zeigen wir einen ersten Arbeitsstand von SING TO ME in der Schaubühne Lindenfels und nehmen ihn als Ausgangspunkt für eine Diskussion mit Musiker*innen und Wissenschaftler*innen. Die Premiere des Stücks findet 2027 im Festspielhaus Hellerau, Dresden statt.
Text und Regie: Urs Humpenöder, Hannes Köpke
Performance und Musik: amina, Konstantin Sieghart
Bühne und Kostüm: Swantje Silber
Gäste aus Musik, Geisteswissenschaft und Musikwirtschaft
Eine Produktion von fachbetrieb rita grechen in Koproduktion mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden und Schaubühne Lindenfels Leipzig
Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig und durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.
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